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Moskaubad-Projekt bei der Woche der Umwelt

Beteiligte Partner präsentieren hocheffizientes Wärmerückgewinnungskonzept in Berlin

Die umfangreichen Energieeffizienzmaßnahmen der Stadtwerke Osnabrück an den drei Bäderstandorten tragen erneut Früchte: Eine im Moskaubad eingesetzte hocheffiziente Wärmerückgewinnungstechnologie der Jaske & Wolf Verfahrenstechnik GmbH aus Lingen kombiniert einen Wärmetauscher mit einer Wärmepumpe – und gilt als eine der leistungsfähigsten Wärmerückgewinnungsanlagen weltweit.

Am 7. und 8. Juni wird die Pilotanlage des Moskaubades bei der „Woche der Umwelt“ in Berlin präsentiert.

„Wir sind schon ein wenig stolz, dass wir unser Wärmerückgewinnungskonzept erneut auf der ‚Woche der Umwelt‘ präsentieren dürfen“, sagt Stadtwerke-Bädertechnikchef Jürgen August.

Am 7. und 8. Juni präsentieren die an dem weiterentwickelten Pilotprojekt beteiligten Partner das spezielle Verfahren bei der „Woche der Umwelt“ im Park von Schloss Bellevue in Berlin. Bereits in 2012 hatte eine unabhängige Jury aus mehr als 550 eingegangenen Bewerbungen das damalige Wärmerückgewinnungskonzept „DUPUR“ als eines der innovativsten Projekte ausgewählt.

Nach Angaben des Bädertechnikchefs sieht das jetzige veränderte Konzept „DUPUR active“ vor, mittels einer neuartigen Kombination aus dem bisherigen Wärmerückgewinnungssystem und einer Wärmepumpe – im Gegensatz zum bisherigen Stand der Technik – die gesamte zur Verfügung stehende Menge an Abwärme aus dem Abwasser zurückzugewinnen und damit das Moskaubad zu versorgen.

100 Prozent Wärmerückgewinnung im Moskaubad

Die bislang erreichten Leistungsdaten der weiterentwickelten Pilotanlage sind nach Aussage des Wissenschaftlichen Leiters des Kompetenzzentrums Energie, Prof. Dr.-Ing. Matthias Reckzügel, beeindruckend und haben alle Erwartungen übertroffen.

„Mit 100 Prozent Wärmerückgewinnung bei mehr als 85 Prozent CO2-Einsparung im Dauerbetrieb sind die Klimaziele für 2050 im Bereich Wärmerückgewinnung bereits jetzt umsetzbar.“

Das Pilotprojekt Moskaubad soll ab sofort gemeinschaftlich auf andere Bäderbetriebe und energieintensive Branchen ausgeweitet werden.

„Den Stadtwerken und uns liegen bereits erste Anfragen aus Niedersachsen vor“, zeigt Wolfgang Jaske, Geschäftsführer der Fa. Jaske & Wolf, die nächsten Schritte auf. Der Experte denkt dabei bereits an weitere mögliche Entwicklungsziele wie z.B. die intelligente Vernetzung solcher Anlagen oder die Überlegung, Schwimmbäder über hocheffiziente Wärmenutzung als Energiespeicher zur Stabilisierung des Stromsystems einzusetzen. „Auch in diesen Themenbereichen liegt noch eine Menge Potential“, betont Jaske.

Stadtwerke-Bäder als bundesweite Energieeffizienzvorreiter

Das Moskaubad-Projekt sei nach Aussage von Bädertechnik-Chef August ein weiterer Schritt zum bundesweiten Bäder-Energievorreiter. „Wir haben hier in Osnabrück Effizienzprojekte und -partnerschaften, die eine Vorreiterrolle einnehmen“, so August.

Ziel müsse es sein, diese Netzwerke auszubauen, um solche Effizienzperlen wie die Pilotanlage im Moskaubad zügig in anderen energieintensiven Branchen und Unternehmen einzusetzen. „Unser Anspruch ist es stets, die auf einem sehr hohen Niveau arbeitenden technischen Anlagen durch innovative Projekte gemeinsam mit kompetenten Partnern weiter zu verbessern“, kündigt August die Prüfung weiterer Energieeffizienzmaßnahmen an. „Wenn wir das vorhandene Know-how weiterhin so erfolgreich bündeln, werden wir sicher auch zukünftig bei der ‚Woche der Umwelt‘ vertreten sein.“

Durch die intelligente Kombination eines Wärmetauschers mit einer Wärmepumpe gilt die Wärmerückgewinnungsanlage des Moskaubades als eine der leistungsfähigsten weltweit.

Freuen sich über die Einführung eines neuartigen Konzeptes zur hocheffizienten Wärmerückgewinnung im Moskaubad: (v.l.) Jürgen August (Stadtwerke), Sebastian Senske, Dr. Peter Wolf, Wolfgang Jaske, Prof. Matthias Reckzügel (Kompetenzzentrum Energie), Uwe Fritsch, Eric Stühlmeyer (Stadtwerke).