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Grundwasser-Monitoring im Stadtteil Gartlage

Überprüfung im Zuge der umfangreichen Gaswerk-Sanierung

In der kommenden Woche starten die Stadtwerke mit vorbereitenden Arbeiten für ein erweitertes Grundwasser-Monitoring im Stadtteil Gartlage. Die Maßnahme steht in Zusammenhang mit der in 2010 begonnenen Sanierung des ehemaligen Osnabrücker Gaswerkgeländes. Mit der Vergrößerung ihres Messstellennetzes weiten die Stadtwerke ihre regelmäßige Grundwasserbeprobung aus.

„Von Beginn an war uns klar, dass die Sanierung ein auf mehrere Jahre angelegtes Großprojekt und nicht mit dem Bodenaustausch abgeschlossen ist“, erläutert Stadtwerke-Vorstand Dr. Stephan Rolfes. Vor mehr als vier Jahren hatten die Stadtwerke mit der Sanierung begonnen, als bei Bauarbeiten gaswerktypische Altlasten im Boden entdeckt worden waren. Das jetzige Stadtwerke-Zentralgelände an der Alten Poststraße/Luisenstraße war von Mitte des 19. Jahrhunderts bis in die 60er Jahre Standort des ehemaligen Gaswerks Osnabrück. „In enger Abstimmung mit den zuständigen Behörden und gutachterlicher Begleitung hatten wir uns daraufhin zu einer umfangreichen und schrittweisen Sanierung entschlossen“, so Dr. Rolfes weiter.

Bereits Monitoring auf Stadtwerke-Gelände

Im ersten Schritt wurden die identifizierten sogenannten „Hot Spots“, also die stark belasteten Bereiche auf dem Gelände saniert. „Der kontaminierte Boden wurde dabei aufwendig per Verbaukastenverfahren ausgetauscht und anschließend fachgerecht entsorgt“, erläutert Stadtwerke-Projektleiter Ulrich Schepers. „Dadurch konnten und können wir den weiteren Eintrag von Schadstoffen ins Grundwasser verhindern.“ Da in den Jahrzehnten zuvor aber bereits Schadstoffe ins Grundwasser gelangt sind, wurden im zweiten Schritt auf dem gesamten Stadtwerke-Gelände Grundwassermessstellen zur Beprobung gesetzt. „Seit gut anderthalb Jahren überprüfen wir, ob, wo und in welcher Konzentration noch Grundwasserbelastungen vorhanden sind“, so Schepers weiter.

Zuvor Sondierungen des Kampfmittelräumdienstes

Die Messung auf dem eigenen Gelände reiche für qualitative Aussagen aber nicht aus. „Das Grundwasser ist ja kein stehendes Gewässer“, erläutert der Stadtwerke-Projektleiter weiter. Die Fließrichtung verlaufe an dieser Stelle von Osten nach Westen. „Und da wir wissen wollen, ob in der Vergangenheit Schadstoffe auch in Bereiche außerhalb unseres Geländes transportiert wurden, werden wir in einem dritten Schritt westlich unseres Geländes mehrere Messstellen einrichten.“ Zuvor wird ab der kommenden Woche der Kampfmittelräumdienst die vorgesehenen Bereiche zwischen Nonnenpfad und Ziegelstraße untersuchen und an den Ansatzpunkten der Grundwassermessstellen Kampfmittelsondierungen vornehmen. „Wir werden dann ab Mitte Februar damit beginnen, unsere Messstellen zu setzen“, sagt Schepers.

Stadtwerke wollen Erkenntnisse für weitere Maßnahmen

Die Stadtwerke erhoffen sich durch das ausgedehnte Monitoring weitere Erkenntnisse zum Zustand des Grundwassers im Stadtteil Gartlage. „Aus diesen Erkenntnissen wollen wir dann Maßnahmen ableiten, wie das Grundwasser zukünftig zu behandeln ist“, so Stadtwerke-Vorstand Dr. Stephan Rolfes. „Wir gehen mit der gesamten Altlastensanierung jedenfalls weiterhin sehr verantwortungsvoll um und werden das weitere Vorgehen erneut eng mit dem Fachbereich Umwelt und Klimaschutz der Stadt Osnabrück abstimmen“, so Dr. Rolfes abschließend.

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Video: Gaswerk der Stadt Osnabrück