Direkt zum Seiteninhalt springen
Damit Sie unsere Webseite optimal nutzen können, verwenden wir Cookies.
Mit dem Besuch unserer Seite geben Sie uns Ihr Einverständnis, Cookies auf Ihrem Computer zu speichern. MEHR ERFAHREN

Baugrube per Hochdruckinjektion

Stadtwerke-Kanalbaumaßnahme an der Wittekindstraße/ Kleiststraße auf der Zielgeraden

Die Stadtwerke-Kanalbaumaßnahme an der Wittekindstraße/Kleiststraße in der Osnabrücker Innenstadt biegt auf die Zielgerade. Seit Mitte Januar wird hier ein rund 120 Meter langes Teilstück eines Schmutzwasserkanals in geschlossener Bauweise umverlegt. Eigentlich eine Standardmaßnahme – aus gutem Grund setzen jedoch die Stadtwerke hier mit dem sogenannten Hochdruckinjektionsverfahren erstmals ein modernes System zur Erstellung einer Baugrube ein.

„Unter Berücksichtigung der üblichen Rahmenbedingungen sind solche Kanalbauarbeiten für uns Tagesgeschäft“, erläutert Stadtwerke-Bauleiter Ingo Kurz. „Aber jede Baustelle ist anders und erfordert manchmal neue innovative Lösungen.“ Bei dieser Maßnahme waren für den sogenannten Rohrvortrieb „unter Tage“ drei Baugruben erforderlich: eine Startbaugrube in der mittleren Kleiststraße und zwei Zielbaugruben in der Kleiststraße und in der Wittekindstraße. Von der Startbaugrube aus sollte dann in beide Richtungen ein Bohrkopf unterirdisch vorgepresst werden, um direkt im Anschluss dahinter die neuen Rohre zu verlegen. „An der Zielbaugrube Wittekindstraße gab es für uns dann eine besondere Herausforderung“, so Kurz weiter. „Denn üblicherweise ist für die Erstellung einer Baugrube in dieser Tiefenlage eine Grundwasserabsenkung erforderlich – das war hier aufgrund der Bodenbelastungen des angrenzenden ehemaligen Tankstellengeländes aber nicht möglich.“ Zwar wird hier seit Jahren eine Grundwasserreinigungsanlage betrieben. „Wir wollten eine mögliche Verlagerung der Bodenbelastungen durch eine Grundwasserabsenkung aber nicht riskieren.“

Einsatz eines Hochdruckinjektionsverfahrens

Erstmals kam deshalb das sogenannte HDI-Verfahren zum Einsatz. „HDI steht in diesem Fall für Hochdruckinjektion“, erläutert der Stadtwerke-Bauleiter. Dabei wird mittels diverser Tiefenbohrungen eine Zementsuspension in das Erdreich gepresst, die nach der schnellen Aushärtung wasserdicht ist. Da der Bohrkopf rotiert, entsteht beim langsamen Zurückziehen eine entsprechende Zementsäule im Erdreich. „Und durch das Aneinanderreihen mehrerer solcher Säulen entsteht dann ein wasserdichter Trog, der anschließend einfach ausgebaggert werden kann“, erklärt Reinhard Dürken vom eingebundenen Ingenieurbüro Lindschulte aus Nordhorn.

Gesamtmaßnahme Ende Mai abgeschlossen

Die HDI-Arbeiten an der Wittekindstraße sind beendet, so dass jetzt der zweite Rohrvortrieb von der Startbaugrube Kleiststraße bis zur Zielbaugrube Wittekindstraße starten kann. Der erste Rohrvortrieb zwischen den beiden Baugruben in der Kleiststraße ist bereits abgeschlossen. „Wir gehen davon aus, dass wir planmäßig Ende Mai mit allen Arbeiten fertig sind und der Verkehr an dieser Stelle wieder wie gewohnt rollen kann“, erklärt Alexander Weigenand, Bauleiter der Baufirma Wittfeld.

Daniela Fiege und Ingo Kurz (beide Stadtwerke) machen sich ein Bild von den HDI-Arbeiten an der Zielbaugrube in der Wittekindstraße.

Die Zielbaugrube in der Wittekindstraße mit dem per Hochdruckinjektion erstellten Zementtrog.

Baustellenmanagement der Stadt Osnabrück