Direkt zum Seiteninhalt springen
Damit Sie unsere Webseite optimal nutzen können, verwenden wir Cookies.
Mit dem Besuch unserer Seite geben Sie uns Ihr Einverständnis, Cookies auf Ihrem Computer zu speichern. MEHR ERFAHREN

Hi, Gas! – Geräteerhebung abgeschlossen

Anpassungsphase kann schon im Oktober starten

Bei der Erdgasumstellung in Osnabrück ist ein entscheidender Meilenstein erreicht: Rund 18 Monate nach Start der Erhebungsphase haben die im Auftrag der SWO Netz GmbH tätigen Monteure nahezu alle Gasgeräte in Osnabrück erfasst. Aufgrund des guten Fortkommens in der Erhebungsphase kann bereits ab Oktober mit der Anpassung erster Geräte begonnen werden. Denn 2019 legt Osnabrück den Hebel um – und sagt „Hi, Gas!“.

„Wir sind hervorragend mit der Erhebung der Gasgeräte vorangekommen und liegen absolut im Plan“, freut sich der Stadtwerke-Vorstandsvorsitzende Christoph Hüls über den guten Stand bei der Erdgasumstellung. Erklärtes Ziel war es, die Geräteerhebung möglichst bis Ende Juni abzuschließen:

„Dies ist uns dank des guten Zusammenspiels der Osnabrücker mit unseren Monteuren fast auf den Punkt gelungen."

"Sicherlich war es für die Osnabrücker nicht immer so einfach, die Termine möglich zu machen – umso dankbarer sind wir, dass es geklappt hat“, betont Hüls. Zur Erinnerung: Die Erdgasumstellung ist notwendig, da die L-Gas-Vorkommen in den Niederlanden zur Neige gehen. Ab 2030 soll der Export von L-Gas nach Deutschland komplett eingestellt werden. Deshalb muss der gesamten Nordwesten Deutschlands von L- auf H-Gas umstellen.

5.000 Gerätetypen erhoben

Bei der Geräteerhebung wurden 58.000 Gasgeräte erfasst: Neben Geräteart – ob Gasherd, Gasheizung, Gastrockner – wurden unter anderem auch Hersteller und Typ aufgenommen. Dieser Schritt war aus dreierlei Gründen wichtig: Erstens, um festzulegen, welche Ersatzteile benötigt werden. Zweitens, um festzustellen, ob das Gasgerät auf H-Gas angepasst werden kann und drittens, um den genauen Zeitpunkt zu bestimmen, wann die jeweilige Gasgeräte angepasst werden müssen. Eine Herausforderung, denn: Alleine in Osnabrück fanden sich unter den erhobenen Gasgeräten ca. 5000 verschieden Gerätetypen und 57 Gerätearten.

Für den ersten und zweiten Schritt wurden die Daten der erhobenen Geräte mit einer speziellen Anpassungsdatenbank abgeglichen. So wurde eine Übersicht geschaffen, ob und wenn ja, welche Teile getauscht werden müssen, damit die Geräte fachtechnisch an die neue Gassorte angepasst werden können.

Nicht-anpassbare Geräte

Bei der Auswertung haben sich einige Geräte nicht auf Anhieb in der bundesweiten Datenbank zuordnen lassen. „Deshalb haben wir gründlich recherchiert und zudem internes und externes Expertenwissen hinzugezogen“, betont Heinz-Werner Hölscher, Geschäftsführer der für die Erdgasumstellung im Netzgebiet Osnabrück verantwortlichen Stadtwerke-Netztochter SWO Netz GmbH. „Aus anderen Städten, die bereits umstellen, gibt es Erfahrungswerte, dass ein geringer Anteil von Geräten nicht angepasst werden kann.“ Gründe, weshalb ein Gerät nicht-anpassbar ist, sind: Keine Zulassung für den deutschen Markt, den Hersteller gibt es nicht mehr oder es sind keine Ersatzteile für dieses Gerät mehr am Markt verfügbar. Erst, wenn feststeht, dass ein bestimmtes Gerät definitiv nicht angepasst werden kann, wird der Besitzer informiert.

Anschreiben ab kommender Woche

„Ab kommender Woche erhalten die Eigentümer eines solchen Gasgerätes ein Schreiben mit ausführlichen Informationen sowie Hinweisen, was nun zu tun ist und wie wir auch finanziell unterstützen können. Die Kunden haben dann gut sechs bis neun Monate Zeit, sich um den Austausch zu kümmern.“

Stadtwerke-Chef Christoph Hüls ergänzt: „Wir wissen, dass dies keine leichte Situation für unsere Kunden ist und empfehlen jedem, der ein Anschreiben erhält: Kommen Sie zu uns ins Erdgasbüro oder ins Servicezentrum am Nikolaiort und lassen Sie sich beraten. So können wir gemeinsam eine passgenaue Lösung finden.“ Und fügt hinzu: „Bei der Erdgasumstellung sitzen wir alle in einem Boot: Weder wir als Stadtwerke noch unsere Kunden haben sich diese Umstellung ausgesucht. Aber es ist erforderlich, um die Gasversorgung zukunftssicher zu machen.“

Anpassung startet bereits im Oktober

Aufgrund des guten Verlaufs der Erhebungsphase kann bereits im Oktober bei einigen Geräten mit der Anpassung gestartet werden.

„Es gibt ganz grob drei Geräteklassen: Solche, die lange vor, kurz vor und nach der Gasumstellung angepasst werden können“, erläutert Christian Lüttkemöller, Projektleiter „Erdgasumstellung“ der SWO Netz GmbH.

Gasumstellung meint dabei den Moment, wo erstmals H-Gas durch die Leitungen des Wohngebietes fließt. „Ab Oktober werden also jene Gasgeräte aufgesucht, die sich dafür eignen, bereits geraume Zeit vor der Gasumstellung angepasst zu werden. Die Eigentümer der Geräte erhalten vorab wie gewohnt ein entsprechendes Terminanschreiben“, erläutert Lüttkemöller. Der Großteil der Geräte wird aber wie geplant im Jahr 2019 angepasst.

Weitere Informationen und individuelle Beratung

Für Fragen zur Erdgasumstellung steht das „Hi, Gas!“-Büro montags von 10 bis 16 Uhr und donnerstags von 13 bis 18 Uhr im Servicezentrum am Nikolaiort zur Verfügung. Telefonisch erreichbar ist die „Hi, Gas!“-Hotline von montags bis freitags von 7 bis 18 Uhr. Fragen via E-Mail können unter gasumstellung(at)swo-netz.de gestellt werden. Ausführliche Informationen zu allen Themen der Erdgasumstellung finden sich auch im „Hi, Gas!“-Infoportal www.swo-netz.de/gasumstellung.

Hintergrund: SWO Netz GmbH

Die SWO Netz GmbH ist ein 100-prozentiges Tochterunternehmen der Stadtwerke Osnabrück und für die Planung, den Bau und den Betrieb der Infrastrukturnetze im Stadtgebiet zuständig. Das umfasst die Sparten Strom, Gas, Wasser, Abwasser, Telekommunikation sowie Straßenbeleuchtung.

Hi, Gas! Bei der Erdgasumstellung in Osnabrück beginnt ab Oktober die Geräteanpassung.