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Schnelles Internet für knapp 7.000 weitere Haushalte

Wallenhorst profitiert von Dreier-Breitbandpartnerschaft

Knapp 7.000 weitere Haushalte in Wallenhorst können seit dem Jahreswechsel schneller im Internet unterwegs sein. Möglich macht dies die „Dreier-Breitbandpartnerschaft“ der Gemeinde Wallenhorst mit den Stadtwerken Osnabrück und dem Telekommunikationsunternehmen EWE TEL mit seiner regionalen Marke osnatel. Die Stadtwerke und osnatel haben dafür in den vergangenen Monaten insgesamt 45 sogenannte Kabelverzweiger im gesamten Gemeindegebiet erschlossen und mit neuer Technik ausgestattet.

„Diese Partnerschaft hat Vorbildcharakter“, erklärt Wallenhorsts Bürgermeister Otto Steinkamp und zeigt sich mit dem Ergebnis sehr zufrieden: „Wir sind froh, dass alle erforderlichen Arbeiten wie angekündigt zum Jahresende abgeschlossen wurden, um jetzt schnelles Internet anbieten zu können.“ Steinkamp betont die hohe Bedeutung, die eine gut ausgebaute Breitbandinfrastruktur für die Gemeinde und den Wirtschaftsstandort Wallenhorst habe. Schnelles Internet sei insbesondere in Zeiten der zunehmenden Digitalisierung ein wesentlicher Baustein für Lebensqualität. „Wallenhorst wird dadurch noch attraktiver – sowohl für die hier lebenden Menschen als auch für die Unternehmen.“

18 Kilometer Glasfaser- und Kupferkabel haben die Stadtwerke Osnabrück im gesamten Gemeindegebiet verlegt.

„Als strategischer Partner der Gemeindewerke Wallenhorst haben wir hier gerne unsere Infrastrukturkompetenz eingebracht“, betont der neue Stadtwerke-Vorstandsvorsitzende Christoph Hüls.

Bereits im Oktober hatten die Stadtwerke die Tiefbau- und Montagearbeiten abgeschlossen.

Parallel wurden die insgesamt 45 Kabelverzweiger durch die osnatel mit aktiver Vermittlungstechnik aufgerüstet. „Durch den Anschluss an die ‚Daten-Autobahn‘ können jetzt Übertragungsraten von bis zu 100 Megabit pro Sekunde erreicht werden“, erläutert Guido Ullmann von osnatel. Die Bürger in den erschlossenen Ausbaugebieten in Wallenhorst, Lechtingen, Rulle und Hollage wurden bereits über das neue Angebot informiert.

Für weitere Fragen stehen die Ansprechpartner beim osnatel-Vertriebspartner comware produktiv (Große Straße 25 in Wallenhorst) sowie in den osnatel-Shops in Osnabrück (Krahnstraße 30) und Bramsche (Große Straße 21a) gern zur Verfügung.

Zum Hintergrund:

Kabelverzweiger sind die dem Kunden am nächsten gelegenen Knotenpunkte im Telekommunikationsnetz. In ihnen werden die Teilnehmeranschlussleitungen der einzelnen Kunden zusammengeführt und mit dem übergeordneten Netz verbunden. Es handelt sich dabei um Technikschränke an Straßen und Gehwegen. Bei einem klassischen ADSL-Anschluss sind die Kabelverzweiger über Kupferleitungen mit dem restlichen Netz verbunden und auch die Teilnehmeranschlussleitungen sind aus Kupfer.

Da bei diesem Material jedoch die Leistungsfähigkeit mit jedem Meter Länge abnimmt, ist ab einer Länge von rund fünf Kilometern zwischen Hauptverteiler und Kunde meist kein Breitband-Internet mehr realisierbar. Glasfaser hat diese Problematik nicht. Bei einem VDSL-Anschluss wird das Glasfasernetz bis zu den Kabelverzweigern und damit näher an die Kunden herangeführt und die notwendige Technik installiert. So können mehr Menschen Breitbandinternet erhalten und es erhöht sich die verfügbare DSL-Geschwindigkeit.

Wird im Kabelverzweiger die Zusatztechnologie Vectoring eingebaut, kann das Datenübertragungsvolumen noch weiter gesteigert werden. Da Vectoring die wechselseitigen Störungen der Leitungen unterdrückt, ist schnelleres Surfen möglich. Die Teilnehmeranschlussleitungen sind jedoch weiterhin aus Kupfer, sodass auch künftig die Länge und die Qualität dieser Kupferleitung entscheidend für die beim einzelnen Kunden verfügbare Bandbreite sind.

Zogen beim Breitbandausbau in Wallenhorst erfolgreich an einem Strang (von links): Heinz-Werner Hölscher (SWO Netz GmbH), Christoph Hüls (Stadtwerke), Guido Ullmann (osnatel), Bürgermeister Otto Steinkamp sowie Ralf Stratmann und Ingo Lemme (beide osnatel).