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Bädertechnikexperten-Austausch im Nettebad

Innovationen der Bäderlandschaft im Fokus des 9. Osnabrücker Bädertages

Von der weltweit leistungsfähigsten Wärmerückgewinnungsanlage über ein effizientes Filtersystem bei der Badewasseraufbereitung bis hin zum Potenzial einer systematischen Nutzung von Kundenfeedback im Schwimmbad: Diese und viele weitere Aspekte einer innovativen Bädertechnik und eines effizienten Bäderbetriebes standen am 18. Februar im Fokus des mittlerweile 9. Osnabrücker Bädertages der Stadtwerke Osnabrück im Nettebad.

Rund 40 Fachleute aus Bäderbetriebsgesellschaften, Kommunalverwaltungen und anderen Stadtwerken aus ganz Deutschland haben sich zwei Tage lang im Nettebad von zehn Referenten über Trends in der Bäderlandschaft, Servicequalität im Schwimmbad sowie konkrete energieeffiziente Umsetzungsmaßnahmen informieren lassen.

„Alleine in der Bundesrepublik Deutschland können Badegäste zwischen rund 400 verschiedenen Freizeitbädern und Thermen wählen – bei insgesamt mehr als 7.000 öffentlichen Bädern“, sagte Wolfgang Hermle, Leiter Bäder bei den Stadtwerken.

Aus den klassischen Schwimmsportstätten, seien in vielen Fällen Freizeitbäder geworden, die sich ganz auf spezielle Zielgruppen konzentrierten und den Badegast in den Mittelpunkt ihrer Arbeit stellen würden.

Erlebnisausrichtung, Kundenorientierung und Energieeffizienz

„Das Aufgabengebiet der technischen Anlagen eines Schwimmbades wird aufgrund der Konkurrenzsituation am Freizeitmarkt immer komplexer“, ergänzte Jürgen August, Leiter der Bädertechnik der Stadtwerke Osnabrück. Die „hohe Kunst“ dabei sei, auf der einen Seite das Erlebnisangebot für die Besucher durch innovative technische Anlagen wie z.B. neue Rutschen, moderne Schwitzangebote oder gesundheitsfördernde Einrichtungen kundenorientiert zu gestalten und gleichzeitig die Umweltbelastungen durch fortschrittliche Technologien zu senken. Verena Growe, Beraterin bei der buw Consulting GmbH, unterstrich diese Aussage in ihrem Vortrag. „Kundenbefragungen liefern wertvolle Einblicke in die Erlebniswelt des Kunden und damit konkrete Anhaltspunkte für künftige Optimierungen“, so die Expertin. Wie auch Bäderbetriebe Kundenfeedback als Basis für eine wirtschaftlich erfolgreiche Weiterentwicklung nutzen können, belege ein Projekt, das die Stadtwerke Osnabrück gemeinsam mit buw consulting am Nettebad durchgeführt haben.

Moskaubad als Vorzeigestandort für innovatives Energiemanagement

Bereits vor fünf Jahren haben die Stadtwerke ein bisher einzigartiges Projekt zum Einsatz einer hocheffizienten Wärmerückgewinnungstechnologie im Moskaubad gestartet. Die bislang erreichten Leistungsdaten der Anlage sind nach Aussage von Bädertechnik-Chef August beeindruckend.

„Mit 100 Prozent Wärmerückgewinnung bei mehr als 85 Prozent CO2-Einsparung im Dauerbetrieb sind die Klimaziele für 2050 im Bereich Wärmerückgewinnung bereits jetzt umsetzbar.“

Das Pilotprojekt soll ab sofort gemeinschaftlich mit dem Lingener Unternehmen Jaske & Wolf Verfahrenstechnik und dem Kompetenzzentrum Energie der Hochschule Osnabrück auf andere Bäderbetriebe ausgeweitet werden. „Die Technologie ist nach unseren Erhebungen in einem überwiegenden Teil der deutschen Bäder einsetzbar“, sagte Wolfgang Jaske, Geschäftsführer der Fa. Jaske & Wolf.

Stadtwerke-Bäder als bundesweite Energieeffizienzvorreiter

„Wir haben hier in Osnabrück an allen drei Bäderstandorten Effizienzprojekte und -partnerschaften, die eine Vorreiterrolle einnehmen“, ergänzte Bäder-Chef Hermle abschließend.

Ziel müsse es sein, diese Netzwerke auszubauen, um solche Effizienzperlen wie die Pilotanlage im Moskaubad zügig in anderen energieintensiven Branchen und Unternehmen einzusetzen.

Wie kann Wärme aus Bäder-Rückspülwasser „weltmeisterlich“ effizient genutzt werden?: Bädertechnik-Experten tauschen sich beim 9. Osnabrücker Bädertag aus.