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Bäderexperten-Austausch im Nettebad

Stadtwerke veranstalten 10. Osnabrücker Bädertag

Wie beschreiten Schwimmbäder den Wandel von funktionalen Sportstätten zu erlebnisorientierten Freizeitanlagen? Welche Videotechniken können das Aufsichtspersonal im Arbeitsalltag unterstützen und die Sicherheit von Badegästen erhöhen? Wie können Schwimmbecken praktisch aber dennoch edel gestaltet werden? Diese und viele weitere Aspekte einer innovativen Bädertechnik und eines effizienten Bäderbetriebes standen am heutigen Donnerstag im Fokus des mittlerweile 10. Osnabrücker Bädertages der Stadtwerke Osnabrück im Nettebad.

Rund 50 Fachleute aus Bäderbetriebsgesellschaften und anderen Stadtwerken aus ganz Deutschland haben sich zwei Tage lang im Nettebad über Trends in der Bäderlandschaft informieren lassen. „Aufgrund des sich stark ändernden Freizeitverhaltens der Menschen verändert sich auch die Bäderbranche sehr stark“, sagte Bäder-Chef Wolfgang Hermle. Aus den klassischen Schwimmsportstätten seien in vielen Fällen Freizeitbäder geworden, die sich mit ihrer Angebotsausrichtung an Tagesbesucher richteten und den Badegast in den Mittelpunkt ihrer Arbeit stellen würden.

„Wir haben die Inhalte unserer Fachvorträge daher an die Branchenentwicklung angepasst und behandeln neben technischen Themen auch neue Herausforderungen, denen sich ein Bäderbetrieb heute stellen muss“, ergänzte Jürgen August, Leiter der Bädertechnik bei den Stadtwerken. 

Erlebnisausrichtung und Energieeffizienz

„Aufgrund der Konkurrenzsituation am Freizeitmarkt werden die Aufgaben eines Bäderbetriebes immer komplexer“, erläuterte Jürgen August.

„Unser Anspruch dabei ist es, das Erlebnisangebot für die Besucher durch innovative technische Anlagen wie z.B. neue Rutschen, moderne Schwitzangebote oder gesundheitsfördernde Einrichtungen besonders kundenorientiert zu gestalten und gleichzeitig die Umweltbelastungen durch fortschrittliche Technologien zu senken.“

Auf der Agenda der Veranstaltung standen deshalb zeitgemäße Themen wie beispielsweise moderne Videotechniken, die das Aufsichtspersonal im Arbeitsalltag unterstützen und in Gefahrensituationen einen Alarm auslösen können, eine energieeffiziente Beleuchtung unter und über Wasser sowie deren Einsparpotenzial oder bewährte und neue Beckenkonstruktionen im Schwimmbadbau. „Im Sanierungsfall eines Schwimmbades sind bauliche Lösungen gefragt“, erläutere Bädertechnik-Experte August. „Gemeinsam mit den Kollegen aus unserer Branche haben wir uns über die schnelle Segmentbauweise ausgetauscht und haben erfahren, dass Edelstahlbecken in Hallenbädern mit der richtigen Gestaltung und Ausführung nicht zwingend kalt und grau aussehen müssen.“

Moskaubad-Dschungel als Vorzeigeprojekt der Angebotserweiterung

Mit dem „Dschungel in der Wüste“ präsentierte Jennifer Klusmann aus dem Bädermarketing der Stadtwerke zusammen mit Udo Hollemann, Geschäftsführer der „Grünplaner“ aus Meppen, ein erfolgreiches Beispiel dafür, wie der Freibadbereich eines Schwimmbades auch außerhalb der Sommersaison genutzt werden kann: „Aufgrund des Erfolges unserer freibaduntypischen Veranstaltungen ‚Gartenzeit‘ sowie der Flohmärkte im Frühjahr und Herbst haben wir uns Gedanken darüber gemacht, wie wir unsere parkähnliche Moskaubad-Außenanlage auch außerhalb der Freibadsaison für unsere Badegäste zugänglich machen können“, so die Marketing-Expertin.

„Die Besucherzahlen zeigen, dass wir mit der intelligenten Spielraumplanung – umgesetzt in einem dschungelartig angelegtem Seilgarten – einen echten Mehrwert für unsere Kunden und eine Basis für eine wirtschaftlich erfolgreiche Weiterentwicklung des Standortes schaffen konnten.“

Expertenaustausch als Impuls zur Bewältigung von Herausforderungen

„Mit der strategischen Ausrichtung unserer drei Bäder und unserem innovativen Energiemanagement haben wir uns bereits gut für die zukünftigen Herausforderungen der Bäderbranche aufgestellt“, erläuterte Bäder-Chef Hermle. „Aber vielleicht können wir mit weiteren innovativen Projekten noch mehr aus unseren Anlagen herausholen.“ Daher sei der spannende Expertenaustausch während des Osnabrücker Bädertages immer sehr wertvoll für das Bäderteam der Stadtwerke Osnabrück.

„Wir werden die neuen Erkenntnisse aus den vergangenen zwei Tagen nutzen, um weitere Energieeffizienzmaßnahmen und mögliche Attraktivierungsmaßnahmen zu prüfen“, so Hermle abschließend.