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VKU Niedersachsen/Bremen fordert Sicherstellung der Klärschlammentsorgung

27. Osnabrücker Wasserfachtagung zum Thema Klärschlamm

Heute fand auf Einladung der Stadtwerke Osnabrück und der Landesgruppe Niedersachsen/Bremen des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU) die 27. Osnabrücker Wasserfachtagung zum Thema „Klärschlamm – Wie geht’s jetzt weiter?“ im DBU-Zentrum für Umweltkommunikation (ZUK) in Osnabrück statt. Mehr als 80 Fachleute und Vertreter aus Politik und Behörden sowie der Wasser- und Abwasserwirtschaft setzten sich in Osnabrück mit allgemeinen, juristischen und technischen Fragestellungen auseinander. Kommunale Unternehmen beleuchteten zudem ihre Strategien im Umgang damit, den Klärschlamm zu verwerten. Daraus wurde deutlich, dass in verschiedenen Regionen Niedersachsens ein Entsorgungsnotstand droht. Diesem kann kurzfristig nur durch den Aufbau von Lagerkapazitäten entgegengewirkt werden.

„Mit der neuen Verordnung wird die Klärschlammentsorgung für Niedersachsen trotz Übergangsfristen bereits ganz aktuell zu einer Herausforderung. Gemeinsam mit allen Beteiligten werden wir die Fragen zur Entsorgungssicherheit und die Neuordnung der Klärschlammverwertung beantworten und Lösungen finden“, sagte Olaf Lies, Niedersächsischer Minister für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz und Schirmherr der Veranstaltung. „Wir müssen innovative und intelligente Technologien zum Einsatz bringen, um zukünftig unabhängiger zu sein und die Entsorgung durch Alternativen sicherstellen zu können!“

Diesbezüglich stellte Christoph Hüls, Vorstandsvorsitzender der Stadtwerke Osnabrück AG, heraus: „Die bodenbezogene Klärschlammverwertung ist seit Jahrzehnten ein bedeutender Teil einer funktionierenden und partnerschaftlichen Kreislaufwirtschaft. Zukünftige Lösungen und Wege sollten weiterhin einen partnerschaftlichen Ansatz haben.“

Hintergrund Klärschlammverordnung:

Mit dem Ziel, Phosphor aus Klärschlamm und Klärschlammmonoverbrennungsaschen zurückzugewinnen, ist die Klärschlammverordnung im Herbst letzten Jahres in Kraft getreten. Mittelfristig wird damit auch die bodenbezogene Klärschlammverwertung deutlich eingeschränkt. Gerade in Niedersachsen, einem Bundesland mit einer bisher relativ hohen landwirtschaftlichen Verwertungsquote – 2016 lag die Quote bei 57 Prozent –  wird das zu massiven Veränderungen führen. Schon heute erschweren die Vorgaben des Düngerechts die bodenbezogene Verwertung zusätzlich und Verbrennungskapazitäten sind noch nicht im benötigten Umfang vorhanden.