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Moskaubad als Vorzeige-Wärmerecycler

Bundesverband Wärmerecycling gründet sich in Osnabrück

Ein neuer Bundesverband will die Energieeffizienz der deutschen Bäderlandschaft steigern. In Osnabrück haben gleich zwölf Institutionen die Gründungssatzung des „Bundesverband Wärmerecycling e.V.“ unterzeichnet – einer neuen Netzwerkplattform für mehr Energieeffizienz im Wärmesektor. Zu den Gründungsvätern gehören auch die Stadtwerke Osnabrück mit ihren drei Bädern.

„Bäderbetriebe sind bekanntermaßen sehr energieintensiv“, erklärte Wolfgang Jaske, Geschäftsführer der Jaske & Wolf Verfahrenstechnik GmbH aus Lingen, beim offiziellen Unterzeichnungstermin. „Hier gibt es insbesondere in der Wärmerückgewinnung noch sehr viel Effizienzpotential.“ In der öffentlichen Debatte zur Energiewende spiele der Wärmesektor bislang allerdings keine bedeutende Rolle. „Dabei hängt das Gelingen der Energiewende ganz entscheidend vom Umbau der Wärmeversorgung ab“, ergänzt Prof. Dr.-Ing. Matthias Reckzügel, Leiter des Kompetenzzentrums Energie an der Hochschule Osnabrück. Allein in Osnabrück entfallen mehr als 40 Prozent des gesamten Energieverbrauchs bzw. aller CO2-Emissionen auf den Wärmebereich.

„Nicht umsonst sprechen viele Experten beim Umbau der Wärmeversorgung – der sogenannten Wärmewende – von einem ‚schlafenden Riesen‘“, betont Prof. Dr.-Ing. Reckzügel.

Genau hier setze der neue Bundesverband Wärmerecycling an.

Know-how bündeln

„Wir wollen in unserem Verband das vorhandene Energieeffizienz- und Bäder-Knowhow bündeln und teilen“, erläutert Wolfgang Jaske. Zentraler Anspruch sei es, den aktuellen Stand der Technik anhand von bereits realisierten Projekten und einer validen Datengrundlage zu publizieren. Anhand dieser Datenbasis wollen die Experten die verschiedenen Systeme vergleichbarer machen und erfolgreiche Pilotprojekte auf andere Bäderbetriebe und energieintensive Branchen übertragen. „Kurz gesagt: Als Netzwerk kompetenter Partner möchten wir die technischen Anlagen von Schwimmbädern in Deutschland kontinuierlich verbessern“, erläuterte Jaske die Mission des Bundesverband Wärmerecycling e.V..

Moskaubad ist Referenzobjekt

Das Moskaubad in Osnabrück, das bereits mit einer hocheffizienten und preisgekrönten Wärmerückgewinnungstechnologie sowie einer innovativen Lüftungstechnik bundesweit zu den Bäder-Energievorreitern gehört, ist das erste Referenzprojekt des neu gegründeten Verbandes:

„Wir haben hier in Osnabrück Effizienzprojekte und -partnerschaften, die eine Pionierstellung einnehmen“, sagte Jürgen August, Leiter Bädertechnik bei den Stadtwerken Osnabrück.

„Wir sehen uns hierbei als Wegbereiter und wollen unsere Erfahrungen und Erkenntnisse weitergeben – entsprechend stolz macht es uns, Gründungsmitglied des Bundesverbandes Wärmerecycling e.V. zu sein.“

Zum Hintergrund

Gründungsmitglieder des Bundesverbandes Wärmerecycling e.V. sind (in alphabetischer Reihenfolge):

  • Energiedienst Holding AG (Jörg Bleile)
  • Hochschule Osnabrück - Campus Lingen (Prof. Dr. Tim Wawer)
  • HTP Ingenieur GmbH & Co. KG (Johannes Bott)
  • Ing. Büro Axel Miesner Zeit + Sicherheit (Axel Miesner)
  • innotec Industrievertretung (Theo Caffier)
  • Jaske & Wolf Verfahrenstechnik GmbH (Dr. Peter Wolf)
  • Klima- und Energieagentur Niedersachsen GmbH (Lothar Nolte)
  • LEO Lokale – Energie – Optimierungen (Prof. Dr.-Ing. Matthias Reckzügel)
  • Stadtwerke Hannover AG (Matthias Wohlfahrt)
  • Stadtwerke Osnabrück AG (Jürgen August)
  • Steinbeis Transferzentrum (Uwe Fritsch)
  • Viessmann Deutschland GmbH (Thomas Krause)

Die Gründungsmitglieder des Bundesverbandes Wärmerecycling e.V. freuen sich auf einen konstruktiven Austausch im Bereich Energieeffizienz.