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Windpark Rieste nimmt nächste Etappe

Gemeinde, Samtgemeinde und Stadtwerke unterzeichnen Städtebaulichen Vertrag

Der Baubeginn für den Windpark Rieste rückt näher. Die Gemeinde Rieste, die Samtgemeinde Bersenbrück sowie die Stadtwerke Osnabrück als Investor haben jetzt den Städtebaulichen Vertrag unterzeichnet. In der Vereinbarung sind die wesentlichen Eckpunkte für den Bau der vier Windkraftanlagen direkt an der A1 festgeschrieben.

„Mit der Aushandlung und Unterzeichnung des Vertrages haben wir ein entscheidendes Etappenziel erreicht“, sagt Riestes Bürgermeister Sebastian Hüdepohl.

In dem Vertrag seien die genauen Standorte und Größen der Anlagen dokumentiert sowie die Zuwegungen für den Bau, die Kompensationsmaßnahmen und die Kostenübernahme geregelt. „Jeder Vertragspartner weiß jetzt genau, woran er ist und woran er sich beim Bau zu halten hat“, fasst Hüdepohl die Inhalte zusammen. Besonders erfreulich sei, dass die neue Windparkbetreibergesellschaft ihren Sitz in Rieste haben werde. „Das Feld ist sozusagen bestellt“, ergänzt Dr. Horst Baier, Bürgermeister der Samtgemeinde Bersenbrück.

Riester Windstrom für 10.000 Haushalte

Knapp 34 Millionen Kilowattstunden „grünen“ Strom sollen die vier Anlagen vom Typ Vestas künftig jährlich erzeugen. Fast 10.000 Haushalte können rein rechnerisch mit dieser Windstrommenge versorgt werden. Die Anlagen werden eine Gesamthöhe von jeweils 203 Metern haben, der Rotordurchmesser wird 126 Meter betragen. Mit ihren Rotoren „ernten“ die vier Anlagen künftig Wind aus einer Fläche in der Größe von sieben Fußballfeldern.

„Aufgrund der abgesenkten staatlich garantierten Einspeisevergütungen ist es nur noch mit diesen modernen Windenergieanlagen möglich, im Binnenland mit vertretbarem Aufwand Strom zu produzieren“, erläutert Stadtwerke-Projektleiter Hermann Brandebusemeyer.

Für die Stadtwerke Osnabrück hat das Projekt eine hohe Bedeutung, schließlich setzt das kommunale Unternehmen beim Ausbau seines „grünen“ Erzeugungsportfolios ganz gezielt auf regionale Windprojekte.

„Der Windpark Rieste wäre nach unserem Repoweringprojekt auf dem Osnabrücker Piesberg sowie unseren Windparks in Wallenhorst-Hollage und Ostercappeln-Venne der nächste Meilenstein“, ergänzt Brandebusemeyer.

Beteiligung der Bürger erwünscht

Die Stadtwerke hoffen, noch in diesem Sommer die Baugenehmigung zu erhalten. Der vorbereitenden Maßnahmen für den Bau könnten im Herbst beginnen, in der ersten Jahreshälfte 2016 könnten die vier Anlagen ans Netz gehen.

„Bereits vorher soll geklärt sein, welche gesellschaftlichen Gruppen sich neben den Stadtwerken am Windpark beteiligen möchten“, betont Sebastian Hüdepohl.

Für den Riester Bürgermeister wäre es wünschenswert, wenn sich Bürger und Grundstückseigentümer aus Rieste zusammenschließen und sich gemeinsam beteiligen würden. Für den Herbst planen die Stadtwerke eine Informationsveranstaltung, bei der die Möglichkeiten einer Beteiligung aufgezeigt und diskutiert werden sollen. „Eine ‚Riester‘ Beteiligung würde sicherlich dazu beitragen, den erzeugten Windstrom auch als ‚Riester‘ Windstrom im Bewusstsein zu verankern“, so Hüdepohl abschließend.

Städtebaulicher Vertrag für den Bau des Windparks Rieste unterzeichnet: (hinten v.l.) Sebastian Hüdepohl (Bürgermeister Gemeinde Rieste), Hermann Brandebusemeyer (Stadtwerke-Projektleiter) sowie (vorne v.l.) Paul Plottke (Verwaltungsvertreter des Bürgermeisters Gemeinde Rieste), Dr. Klaus Siedhoff (Leiter Energiebeschaffung und -vertrieb Stadtwerke) und Dr. Horst Baier (Bürgermeister Samtgemeinde Bersenbrück).