Hubi-Einsatz in Bad Essen muss warten

Der autonom fahrende Minibus „Hubi“ ist das Wahrzeichen des vom Bundeswirtschaftsministerium mit dem „Innovationspreis Reallabore“ ausgezeichneten Projektes Hub Chain.

Start der dritten Testphase wird verschoben

Der autonom fahrende Shuttlebus „Hubi“ muss seinen Testeinsatz in Bad Essen verschieben. Ursprünglich wollten die Stadtwerke Osnabrück und die weiteren Partner des Förderprojektes „Hub Chain“ den Minibus ab Mai als Zubringer- und Abholshuttle im Kurort testen. Wann die dritte „Hubi“-Testphase beginnt, ist noch unklar.

„Ein Testbetrieb ab Anfang Mai wäre in der derzeitigen Situation abwegig und sinnlos“, betont Werner Linnenbrink, Leiter Mobilitätsangebot bei den Stadtwerken.

„Wir haben daher in Abstimmung mit allen Projektpartnern und der Gemeinde Bad Essen die Testphase auf einen späteren Zeitpunkt verschoben“.

Die Verschiebung diene sowohl dem Schutz der mitfahrenden Stewards als auch der maximal sechs Fahrgäste. „Zudem hätten wir davon ausgehen müssen, dass niemand ‚Hubi‘ genutzt hätte in der derzeitigen Situation.“

„Hubi“-Test am ICO vorzeitig beendet

Bereits ab April sollte ‚Hubi‘ seine ersten Runden in Bad Essen drehen, um die rund 2,3 Kilometer lange und anspruchsvolle Strecke durch den Ortskern zu „erlernen“ – natürlich noch ohne Fahrgäste. „Auch das erforderliche ‚Einlesen‘ werden wir verschieben‘“, ergänzt Stadtwerke-Projektleiterin Sandra van Tongern. Der autonome Shuttlebus befinde sich bereits seit vergangener Woche gewissermaßen in Quarantäne. „Wir haben als Corona-Schutzmaßnahme auch die derzeitige Testphase am ICO vorzeitig beendet.“

Weitere Testnutzer gesucht

Die Stadtwerke erhoffen sich nun umso mehr wichtige Erkenntnisse von der On-Demand-Testphase in Bad Essen. Rund 160 Testnutzer haben sich bereits online auf www.hubchain.de und die dort hinterlegte Buchungs-App registriert. „Wir hoffen auf weitere Testnutzer, gerne aus dem Gebiet in und um Bad Essen“, so Sandra van Tongern weiter. „Hubi“ soll auf Bestellung wichtige Anlaufstationen wie das Freibad, den Ortskern am Kirchplatz, die Marina und zentrale Nahversorger miteinander verbinden und wird an die Buslinie X276 angebunden. „Sobald wir wissen, wann es in Bad Essen losgehen kann, werden wir informieren.“

Zum Hintergrund: Hub Chain

Das Hub Chain-Projektkonsortium setzt sich aus folgenden Partnern zusammen: Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V.; Institut für Verkehrssystemtechnik (DLR); Dornier Consulting International GmbH (Dornier); HaCon Ingenieurgesellschaft mbh (HaCon); Institut für Klimaschutz, Energie und Mobilität e.V. (IKEM); Kompetenzzentrum ländliche Mobilität, Institut in der Forschungs-GmbH Wismar (KOMOB); Stadtwerke Osnabrück AG. Mehr Informationen zum Projekt inklusive Erklärvideos gibt es unter www.hubchain.de.

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