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Ein lauter Speicher für die Musik- und Kulturszene

Umnutzung der Speichergebäude zu einem Kreativquartier Hafen

Seit dem Abzug der britischen Streitkräfte standen die Speichergebäude am Hafen leer. Eine Gruppe von vier Unternehmern aus Osnabrück und Umgebung hat nun zwei Speicher von der ESOS - Energieservice Osnabrück GmbH erworben, dem für die Erschließung und Vermarktung verantwortlichen Tochterunternehmen der Stadtwerke Osnabrück. Als Teil des Kreativviertels am Hafen sollen die Gebäude nun kurzfristig saniert und schon ab Frühjahr 2019 für den Erstbezug neuer Mieter fertiggestellt werden.

Schon wenige Wochen nach dem Erwerb wird die Baugenehmigung zur Umnutzung des sogenannten „lauten“ Speichers mit einem Mieter-Mix rund um das Thema Musik und Kultur beantragt. Kulturdezernent Wolfgang Beckermann freut sich, dass private Investoren sich für die Entwicklung eines Kreativquartiers am Hafen engagieren. „Die Stadt hatte vor sieben Jahren im Rahmen eines Stadtentwicklungskonzepts zum Thema Kreativwirtschaft schon Bedarfe für Kulturschaffende, unter anderem für Proberäume und Ateliers gesehen. Das Potenzial an dieser Stelle wurde weiter untersucht und mit einem ersten Konzept auch der Name Kreativquartier Hafen gesetzt. Jetzt geht es endlich voran“. Stadtbaurat Frank Otte unterstreicht: „Nachdem es gelungen war, gegenüber der ursprünglichen Planung einen weiteren Speicher zu erhalten, ist es nun sehr erfreulich, dass beide Speicher von einem Investor saniert werden.“

Als Teil des Kreativviertels am Hafen sollen die Speichergebäude nun kurzfristig saniert und schon ab Frühjahr 2019 für den Erstbezug neuer Mieter fertiggestellt werden. Erste Mieter sind schon mit den Studiengängen Industrial Design und dem Institut für Musik der Hochschule in der alten Heeresbäckerei sowie der Deutschen Rockstiftung und dem Kulturverein Petersburg in Nachbargebäuden auf dem Gelände. Die zusätzliche Entwicklung der Speichergebäude wird das Kreativquartier Hafen deutlich voranbringen.

Stadtrat Wolfgang Beckermann und Fachbereichsleiterin Kultur Patricia Mersinger haben in den letzten Wochen viele Gespräche mit Musikern, verschiedenen möglichen privaten Anbietern von Proberäumen und Vertretern der Ratsfraktionen geführt. Unter allen Alternativen erscheint das Vorhaben am Hafen langfristig am besten geeignet, da hier ein neuer Kreativort geschaffen wird.

"Wir haben uns gleich in die Gebäude verliebt und haben uns gesagt: 'Daraus müssen wir was machen'", so Matthias Folkers und Max Lingens von der Osnabrücker Speicher GbR. "Wir sind uns sicher, mit unserem Konzept die Kreativszene in Osnabrück nach vorne zu bringen." "Die Investoren finden einen idealen Standort vor", ergänzt ESOS-Prokurist Marcel Haselof. "Es war sehr beeindruckend, wie viel Herzblut die Osnabrücker Speicher GbR eingebracht hat."

Nun liegt noch viel Arbeit bei allen Beteiligten. Die Musiker sind zum Teil bereits in Vereinsstrukturen organisiert. Hier können eventuell auch Fördermittel beim Bund und/oder Land eingeworben werden. „Die Stadt wird die beantragte Bauplanung zügig bearbeiten“ sagten Stadtrat Wolfgang Beckermann und Stadtbaurat Frank Otte den Investoren zu.

Hintergrund

Durch den Abzug der Briten konnten in der ehemaligen Kaserne am Limberg einige Gebäude als Proberäume zwischengenutzt werden. Da die Stadt das Areal im kommenden Jahr weiter entwickeln möchte und auch Proberäume am Güterbahnhof aufgegeben werden müssen, entsteht ein Bedarf von zirka 100 Proberäumen.

(V.l.) ESOS-Prokurist Marcel Haselof, Matthias Folkers und Max Lingens von der Osnabrücker Speicher GbR, Stadtrat Wolfgang Beckermann und Patricia Mersinger vom städtischen Fachbereich Kultur.