{"id":1464,"date":"2016-06-08T15:15:53","date_gmt":"2016-06-08T13:15:53","guid":{"rendered":"https:\/\/www.stadtwerke-osnabrueck.de\/blog\/?p=1464"},"modified":"2022-10-19T13:24:52","modified_gmt":"2022-10-19T11:24:52","slug":"bau-der-osnabruecker-hafenbahn","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.stadtwerke-osnabrueck.de\/blog\/2016\/06\/08\/bau-der-osnabruecker-hafenbahn\/","title":{"rendered":"Bau der Osnabr\u00fccker Hafenbahn"},"content":{"rendered":"<div id=\"pl-1464\"  class=\"panel-layout\" ><div id=\"pg-1464-0\"  class=\"panel-grid panel-no-style\" ><div id=\"pgc-1464-0-0\"  class=\"panel-grid-cell\" ><div id=\"panel-1464-0-0-0\" class=\"so-panel widget widget_sow-editor panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"0\" ><div\n\t\t\t\n\t\t\tclass=\"so-widget-sow-editor so-widget-sow-editor-base\"\n\t\t\t\n\t\t>\n<div class=\"siteorigin-widget-tinymce textwidget\">\n\t<p>Die Erleichterung auf Seiten des Osnabr\u00fccker Magistrats muss gro\u00df gewesen sein, als dieser dem Regierungspr\u00e4sidenten am 2. April 1914 mitteilte, der Anschluss f\u00fcr die Hafenbahn an die Staatseisenbahn sei \u201emittels einer einfachen Rechtsweiche\u201c erfolgt. Jahrzehntelang andauernde Querelen hatten das Verh\u00e4ltnis zwischen Magistrat und der Eisenbahnverwaltung mehr als belastet. Dabei ging es darum, dass die Bahn lange nicht dazu bereit war, die auf Stra\u00dfenniveau verlegten Gleise in der Stadt anzuheben, um damit den zunehmenden Stra\u00dfenverkehr vor allem an der Buerschen Stra\u00dfe und dem Hasetor zu entlasten. Nachdem in dieser Auseinandersetzung eine Einigung herbeigef\u00fchrt werden konnte und die Eisenbahngleise im Bereich des Bahn\u00fcbergangs Hasetor 1913 angehoben worden waren, begann die Stadt mit dem Bau der Hafenbahn.<\/p>\n<\/div>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><div id=\"pg-1464-1\"  class=\"panel-grid panel-no-style\" ><div id=\"pgc-1464-1-0\"  class=\"panel-grid-cell\" ><div id=\"panel-1464-1-0-0\" class=\"so-panel widget widget_sow-editor panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"1\" ><div\n\t\t\t\n\t\t\tclass=\"so-widget-sow-editor so-widget-sow-editor-base\"\n\t\t\t\n\t\t>\n<div class=\"siteorigin-widget-tinymce textwidget\">\n\t<div id=\"attachment_1452\" style=\"width: 370px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/www.stadtwerke-osnabrueck.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/MI_F_02662.jpg\" rel=\"lightbox\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-1452\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-1452 size-thumbnail\" src=\"https:\/\/www.stadtwerke-osnabrueck.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/MI_F_02662-360x360.jpg\" alt=\"Das Anschlussgleis der Hafenbahn am Stra\u00dfenzug Wachsbleiche. Im Hintergrund ist die Bebauung an der Bramscher Stra\u00dfe zu sehen. Um 1920.\" width=\"360\" height=\"360\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1452\" class=\"wp-caption-text\">Das Anschlussgleis der Hafenbahn am Stra\u00dfenzug Wachsbleiche. Im Hintergrund ist die Bebauung an der Bramscher Stra\u00dfe zu sehen. Um 1920.<\/p><\/div>\n<p>Zun\u00e4chst musste vom Anschlusspunkt Hasetor aus eine Rampe gesch\u00fcttet werden, da die Schienen der Staatsbahn etwa f\u00fcnf Meter h\u00f6her lagen als die projektierten Gleisanlagen im Hafengel\u00e4nde. Das Anschlussgleis, das mit einem Gef\u00e4lle von 1:75 verlegt wurde, kreuzte den Stra\u00dfenzug der neu geschaffenen Wachsbleiche und durch den Einbau weiterer Weichen lie\u00dfen sich Schienen an beiden Seiten des Hafenbeckens sowie parallel zur Schledehausstra\u00dfe (heute Rheinstra\u00dfe) verlegen. Die Gleisbauarbeiten schritten gut voran und im Sommer 1914 fand auf den bis dahin fertiggestellten Abschnitten ein erster Fahrbetrieb statt.<\/p>\n<p>Man darf nicht vergessen, dass Eisenbahnbau vor dem Ersten Weltkrieg noch vorwiegend mittels Handarbeit betrieben wurde. So z. B. wenn zun\u00e4chst das Gel\u00e4nde entsprechend hergerichtet werden musste, um \u00fcberhaupt ein geeignetes Planum f\u00fcr den Oberbau herstellen zu k\u00f6nnen. Daf\u00fcr musste in gro\u00dfem Stil Erdreich ausgehoben, bewegt und wieder eingebaut werden. Das f\u00fcr den Bau des Bahnk\u00f6rpers notwendige Material lie\u00df sich zwar mit Eisenbahnwaggons heranschaffen, das Verteilen vor Ort und das Herstellen der Bettung hingegen erfolgte mit Karren und Schaufel. Handarbeit also, wie auch das Vorbohren der Holzschwellen f\u00fcr die Schrauben und N\u00e4gel sowie das K\u00fcrzen von Eisenbahnschienen. Nutzt man heute zum Stopfen der Eisenbahnschwellen Stopfmaschinen, um Unebenheiten durch Unterf\u00fcttern mit Schotter auszugleichen, erledigten das seinerzeit unz\u00e4hlige Arbeiter mit Stopfhacken und -hauen.<\/p>\n<\/div>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><div id=\"pg-1464-2\"  class=\"panel-grid panel-no-style\" ><div id=\"pgc-1464-2-0\"  class=\"panel-grid-cell\" ><div id=\"panel-1464-2-0-0\" class=\"so-panel widget widget_sow-editor panel-first-child\" data-index=\"2\" ><div\n\t\t\t\n\t\t\tclass=\"so-widget-sow-editor so-widget-sow-editor-base\"\n\t\t\t\n\t\t>\n<div class=\"siteorigin-widget-tinymce textwidget\">\n\t<p>Dementsprechend viele Arbeitskr\u00e4fte waren auf derartigen Gro\u00dfbaustellen zu finden. Wie auch im Kanalbau wurden Arbeiter f\u00fcr den Gleisbau angeworben und, sofern sie nicht aus der Umgebung oder der Stadt kamen, in Baracken an den Baustellen untergebracht. Oftmals waren es ungelernte Kr\u00e4fte, Saison- und Wanderarbeiter, Landarme und Tagel\u00f6hner, die sich verpflichten lie\u00dfen, \u00fcberdies kamen immer mehr ausl\u00e4ndische Arbeitskr\u00e4fte zum Einsatz.<\/p>\n<div id=\"attachment_1453\" style=\"width: 370px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/www.stadtwerke-osnabrueck.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/gleisanschuss-kaemmerer.jpg\" rel=\"lightbox\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-1453\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-1453 size-thumbnail\" src=\"https:\/\/www.stadtwerke-osnabrueck.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/gleisanschuss-kaemmerer-750x534.jpg\" alt=\"Anschlussgleis der Papierfabrik K\u00e4mmerer. Links ist die Entladestation f\u00fcr Kohlenwaggons zu sehen, an der ein Greifer die Kohlen aus dem Waggon hob und in K\u00fcbel einer Transporteinrichtung lud. Die K\u00fcbel konnten dann per H\u00e4ngebahn zu den Verbrauchsstellen transportiert werden. Um 1924.\" width=\"360\" height=\"360\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1453\" class=\"wp-caption-text\">Anschlussgleis der Papierfabrik K\u00e4mmerer. Links ist die Entladestation f\u00fcr Kohlenwaggons zu sehen, an der ein Greifer die Kohlen aus dem Waggon hob und in K\u00fcbel einer Transporteinrichtung lud. Die K\u00fcbel konnten dann per H\u00e4ngebahn zu den Verbrauchsstellen transportiert werden. Um 1924.<\/p><\/div>\n<p>Im weiteren Verlauf des Jahres 1914 wurden die Gleisanlagen im Osnabr\u00fccker Hafen fast g\u00e4nzlich fertiggestellt. Wobei es mitunter zu Planungs\u00e4nderungen kam, wie im Falle der Erzverladestelle f\u00fcr die Georgsmarienh\u00fctte, wo statt der geplanten zwei Gleise f\u00fcnf verlegt werden mussten. Die Abnahme der Gleisanlagen erfolgte am 4. Mai 1915, der 1. November 1915 gilt als Tag der offiziellen Inbetriebnahme der Hafenbahn. Insofern stellte der Bahnanschluss der Papierfabrik K\u00e4mmerer, f\u00fcr den man ein Hafengleis bis zur Nette verl\u00e4ngerte, bereits eine Erweiterung der Anlage dar. Die Abnahme dieses Anschlussgleises fand am 19. April 1916 statt. Schlie\u00dflich waren nach Abschluss der Arbeiten elf Kilometer Betriebs-, Aufstell- und Ladegleise im Hafengebiet verlegt worden, dort, wo sich kurz vorher noch die Haseniederung mit ausgedehnten Wiesenfl\u00e4chen erstreckte und die Flachsspinnerei ein gro\u00dfes Areal als \u201eGarnbleiche\u201c genutzt hatte.<\/p>\n<\/div>\n<\/div><\/div><div id=\"panel-1464-2-0-1\" class=\"so-panel widget widget_sow-editor panel-last-child\" data-index=\"3\" ><div\n\t\t\t\n\t\t\tclass=\"so-widget-sow-editor so-widget-sow-editor-base\"\n\t\t\t\n\t\t><h3 class=\"widget-title\">Aktuelles zur Hafenbahn<\/h3>\n<div class=\"siteorigin-widget-tinymce textwidget\">\n\t<p>Heute stehen der Hafenbahn der <a href=\"https:\/\/www.stadtwerke-osnabrueck.de\/geschaeftskunden\/eisenbahn-hafen\/ehb-kontakt-anfahrt\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Eisenbahn- und Hafenbetriebsgesellschaft (EHB)<\/a> sechs dieselbetriebene Zugmaschinen zur Verf\u00fcgung, um vor allem die wachsende Zahl der Containerz\u00fcge f\u00fcr den Bahnumschlag des Hafen Osnabr\u00fcck zusammenzustellen.<\/p>\n<\/div>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Erleichterung auf Seiten des Osnabr\u00fccker Magistrats muss gro\u00df gewesen sein, als dieser dem Regierungspr\u00e4sidenten am 2. April 1914 mitteilte, der Anschluss f\u00fcr die Hafenbahn an die Staatseisenbahn sei \u201emittels einer einfachen Rechtsweiche\u201c erfolgt. Jahrzehntelang andauernde Querelen hatten das Verh\u00e4ltnis zwischen Magistrat und der Eisenbahnverwaltung mehr als belastet. 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