18.04.2018

Fahrradfreundlicher Arbeitgeber: Auf die Räder, fertig, los!

Lesedauer des Artikels: 2.67 Minuten

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Fahrradfreundlich – das Wort fällt nicht nur immer häufiger in Zusammenhang mit Städten und Kommunen, sondern auch mit Arbeitgebern. Auch die Stadtwerke Osnabrück können sich seit Kurzem als „Fahrradfreundlicher Arbeitgeber“ bezeichnen. Da stellt sich mir und wahrscheinlich auch vielen anderen die Frage: Wie wird man als Unternehmen fahrradfreundlich? Ist das auch nur eine Auszeichnung von vielen oder steckt da mehr dahinter? Um der Sache auf den Grund zu gehen, habe ich bei meiner Kollegin aus dem betrieblichen Mobilitätsangebot, Sarah Born, nachgefragt.

 

Der Weg ist das Ziel – im wahrsten Sinne des Wortes

Betriebliches Mobilitätsangebot

Sarah Born ist Ansprechpartnerin rund um das Thema Fahrrad im betrieblichen Mobilitätsangebot.

Zu wissen wie unsere Kollegen jeden Tag zur Arbeit und wieder zurückkommen, ist Sarah Borns Aufgabe. Diesen Arbeitsweg so angenehm und gleichzeitig umweltfreundlich wie möglich zu gestalten, ihr erklärtes Ziel. Ein Etappenziel – um  im Fahrradjargon zu bleiben – hat sie jetzt erreicht: Die Auszeichnung zum „Fahrradfreundlichen Arbeitgeber“ durch den Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC). Noch ein Siegel von vielen, mag jetzt der ein oder andere denken. Aber falsch gedacht: „Wir haben uns aktiv beworben und wurden im Rahmen der Bewerbung von einem ADFC-Berater auf unsere Fahrradfreundlichkeit vor Ort geprüft“, erklärt Sarah Born. „Die Anforderungen sind hoch. Im  letzten Jahr mussten wir feststellen, dass wir noch nicht alle Kriterien  zum ‚Fahrradfreundlichen Arbeitgeber‘ erfüllen konnten. Deshalb haben wir uns für den nächsten Check noch einmal mächtig ins Zeug gelegt.“ Das heißt im Klartext: Um fahrradfreundlich zu sein, braucht es mehr als den Mitarbeitern „nur“ Fahrradbügel für die Räder während der Arbeitszeit zur Verfügung zu stellen.

 

Radlos zur Arbeit? Nicht mit uns!

Seit Kurzem dürfen sich die Stadtwerke als "Fahrradfreundlicher Arbeitgeber" bezeichnen.

Wer bei den Stadtwerken mit dem Rad zur Arbeit kommt, ist in guten Händen: empfohlene Radrouten für den Weg zur Arbeit, abschließbare Fahrradunterstände, Umkleidekabinen sowie Duschen für fleißige Radler und eine Art Erste-Hilfe-Station für „Plattfüße“ mit Luftpumpe und Werkzeugstation. Und sollte es einmal mehr als der einfache platte Reifen sein, gibt es einmal im Monat eine mobile Fahrradwerkstatt, die die Räder vor Ort – und idealerweise während der Arbeitszeit – wieder zum Laufen oder besser gesagt ans Radeln bringt.

Zusätzlich konnten im Rahmen des gemeinsamen Verbundprojektes „Stärkung des Radverkehrs im Quartierssanierungsgebiet Gartlage Süd“ mit KME Deutschland GmbH und Co. KG und Stadt Osnabrück weitere Maßnahmen zur Verbesserung des Radverkehrs in diesem Gebiet getroffen werden: Für Anwohner, Beschäftige und alle, die in diesem Gebiet unterwegs sind.

Aktuelles Projekt von Sarah Born: E-Lastenräder. Ein weiterer Baustein des oben genannten Förderprojektes. Die Lastenräder können zunächst von den Stadtwerke-Mitarbeitern getestet werden, bevor sie im Sommer in ein öffentliches Verleihsystem übergehen sollen. Dann können auch Osnabrücker Bürger die E-Lastenräder ausprobieren.

Radeln bis der Arzt kommt...

... eben nicht. Denn: Jeder weiß, Bewegung ist gut für die Gesundheit. Und die Gesundheit der Mitarbeiter spielt natürlich eine wichtige Rolle beim Engagement der Stadtwerke im Bereich des betrieblichen Mobilitätsangebots. Aber nicht nur das. Radfahren ist nachhaltig, umweltfreundlich und somit ein wichtiger Bestandteil im Mobilitätswandel. Regelmäßige Aktionen wie „Mit dem Rad zur Arbeit“ der AOK stärken zusätzlich Teamgeist und Zugehörigkeitsgefühl – denn eins ist klar: Raum für Leben und Gesundheit sind Teil eines Unternehmen Lebensqualität.

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Lisa Hoff

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Lisa Hoff

18.04.2018

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