12.03.2018

Warnstreik der Stadtwerke-Busfahrer

Lesedauer des Artikels: 1.73 Minuten

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Warum der Streik sich nicht gegen die Fahrgäste richtet

2012, 2014, 2016 – und jetzt auch 2018: Was wie ein Song der „Sportfreunde Stiller“ klingt, hat einen ernsthaften Hintergrund. Alle zwei Jahre handelt die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di mit den kommunalen Arbeitgebern einen neuen Tarifvertrag aus. Um der eigenen Position Nachdruck zu verleihen, kann ver.di auf das starke und legale Recht eines Warnstreiks zurückgreifen – so wie auch in diesem Jahr. Am kommenden Mittwoch, 14. März, werden die bei den Stadtwerken beschäftigten Busfahrer ganztägig die Arbeit niederlegen. Alle Busse bleiben dann in der Bushalle an der Alten Poststraße und fahren nicht raus.

„Eines ist uns sehr wichtig zu betonen“, stellt Franz-Josef Schriewer, freigestellter Betriebsrat bei den Stadtwerken und ver.di-Vertrauensmann heraus.

»Wir streiken nicht gegen unsere Kunden, die Fahrgäste. Unsere Kunden sind uns sozusagen heilig – wir kämpfen dafür, dass unsere gute Arbeit für unsere Fahrgäste von den Arbeitgebern auch entsprechend honoriert wird.«

Schriewer legt viel Wert darauf, transparent und proaktiv darzulegen, worum es den Stadtwerke-Busfahrern geht – und die Beeinträchtigungen dabei in Grenzen zu halten. „Deshalb kündigen wir unseren Warnstreik auch im Vorfeld an, damit sich unsere Fahrgäste gut darauf einstellen können.“ Auf www.swo.de/streik informieren die Stadtwerke, welche Fahrten im Stadtgebiet ausfallen und welche Notfallfahrpläne gelten.

»Wir haben bei den zurückliegenden Warnstreiks viel positives Feedback und auch viel Verständnis bei unseren Fahrgästen für unser Anliegen erhalten«, betont Schriewer weiter.

„Wir werden auch am Mittwoch bei unserem Demonstrationszug durch die Innenstadt wieder den Dialog mit den Menschen suchen.“

 

 

Für Schriewer sind solche Gespräche mit den Kunden und Fahrgästen sehr wichtig, um gemeinsam herauszuarbeiten, welche kompetente Dienstleistung die Stadtwerke-Busfahrer erbringen. „Wir befördern unsere Kunden sicher und bequem von A nach B. Viele Kunden bestärken uns deshalb auch dabei, für eine wertschätzende Entlohnung zu kämpfen.“

 

Aktuelle Informationen

Betroffen vom Warnstreik ist der gesamte Stadtbusverkehr inklusive der Schülerbeförderung. Der Regionalbusverkehr sowie die Flughafenlinie X150 sind nicht betroffen. Dennoch kann es auch hier zu Engpässen kommen, wenn Fahrgäste auf diese Busse ausweichen. Weitere aktuelle Informationen zum Warnstreik der Stadtwerke-Busfahrer gibt es im Mobilitätszentrum am Neumarkt, per Telefon unter der Hotline 0541 2002-2211 oder online unter www.swo.de/streik.

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Marco Hörmeyer

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12.03.2018

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