11.07.2017

Pedelec und E-Bike: Das solltet ihr über die Trendräder wissen

Lesedauer des Artikels: 2.5 Minuten

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Radfahren mit elektrischem Rückenwind liegt voll im Trend – und das schon seit Längerem. Doch woher kommt dieser Hype und worauf sollte man beim Kauf achten? Wir haben bei Oliver Bücker vom Zweiradcenter Bücker in Osnabrück nachgefragt.

Woher kommt das steigende Interesse für Pedelecs?

Pedelec oder E-Bike

Oliver Bücker in seinem Zweiradcenter Bücker.

 

Oliver Bücker: „Zunächst einmal sind die Produkte bekannter geworden. Aus einer Notwendigkeit bei den älteren Anwendern, sind Pedelecs zu einem sportiven, attraktiven, prestigeträchtigen Spaßprodukt geworden. Den meisten Menschen geht es in ihrer Freizeit nicht darum, sich zu beweisen, sondern Spaß zu haben. Da sind Pedelecs eine gute Alternative zum ‚normalen‘ Fahrrad. Wir befinden uns außerdem mitten im Mobilitätswandel. Das Pedelec ist eine bequeme, flotte und smarte Alternative für den täglichen Bedarf.“

Was ist der Unterschied zwischen einem E-Bike und einem Pedelec?

Oliver Bücker: „Aus Sicht des Verkehrsrechts sprechen wir bei tritt-unterstützten Fahrrädern bis 25 km/h von Pedelecs. Dann gibt es noch S-Pedelecs bis 45 km/h. Hier ist die Motorleistung größer und es besteht eine Führerscheinpflicht. Mit den S-Pedelecs ist es nicht mehr erlaubt auf Radwegen zu fahren. E-Bikes oder auch Elektro-Leichtmofa sind dagegen Fahrzeuge, bei denen nicht getreten werden muss, die also auch ‚von ganz alleine‘ fahren.

Worauf sollte ich beim Kauf eines Pedelecs achten?

Oliver Bücker: „Es ist wichtig das Fahrrad im Fachhandel zu kaufen, weil nur dann eine komplette Betreuung stattfinden kann: Von der Wahl des passenden Produktes, zur Einweisung bis zu einem nachhaltigen Serviceangebot. Die Kunden kaufen das Pedelec oder E-Bike genau wie bei einem normalen Fahrrad nach Bedarf.“

Worauf muss ich bei den Akkus achten?

Oliver Bücker: „Entscheidend ist hierbei, dass man eine gute und sichere Akkuqualität kauft. Oft ist die Reichweite ein Erstkäufer-Bedenken. Viele Akkusysteme ermöglichen mittlerweile Reichweite von 150 bis 200 Kilometer. Das entspricht bei einer Standardfahrsituation ungefähr 80 bis 110 Kilometer und übersteigt die Strecke einer normalen Fahrradtour deutlich. Man bleibt also mit einem Pedelec heute nicht mehr ‚auf halber Strecke‘ liegen. Darüber hinaus zeichnen hohe mögliche Ladezyklen und gute Haltbarkeit über die Nutzungsdauer hinweg einen guten Akku aus.“ 

Worauf sollte ich beim Fahren eines Pedelecs achten?

Oliver Bücker: „Viele Kunden nutzen die Schaltung des Rades nicht effektiv, denn man kann das ganz bildlich mit einem PKW vergleichen. Ein Trick beim Fahrradfahren ist, dass man stets ein angenehm schnelles Treten beibehält. Ein gleichmäßiges Treten lässt den Motor effizient laufen. Für Kunden, die Probleme mit dem Schalten haben, werden auch Räder mit automatischen Schaltungen angeboten.“

Hat sich preislich etwas an den Pedelecs getan?

Oliver Bücker: „Es gibt Einstiegsprodukte, die wertiger und preisgünstiger geworden sind, aber viele Räder wandeln sich vom Fahrrad zum Fahrzeug. Dadurch bekommen sie mehr Assistenzsysteme wie automatische Schaltung, Schaltunterbrechung, Navigationssysteme, Cardiosysteme oder höherwertige Brems- und Lichtsysteme. So ist die Preislage gleichbleibend wie in den Jahren zuvor oder sogar höher.“

Jetzt testen!

Ihr wollt auch mal das Radeln mit elektrischem Rückenwind ausprobieren? Kein Problem! Unsere Kunden können sich im Servicezentrum am Nikolaiort und jetzt auch am Nettedrom kostenlos einen Tag lang bis zu zwei Pedelecs ausleihen. Mehr Informationen im Servicezentrum am Nikolaiort oder unter der Telefonnummer 0541 2002-2002.

5 Kommentare

Helmut

15. März 2018 um 14:19

Kann man bei Ihnen auch Elektro Lastenfahrräder testen? Ich überlege mir ein solches anzuschaffen. Habe eines auf der Seite meines Fahrzeugeinrichters gesehen https://www.sortimo.de/das-lastenfahrrad-procargo-ct1/ – Das ist jedoch fast so eine Investition wie in einen Mittelklassewagen, daher möchte ich es erst testweise fahren. Mit Elektrofahrrädern an sich hab ich schon gute Erfahrungen gemacht, hab mir öfter im Urlaub an der Mosel eins ausgeliehen. Ist echt fantastisch entspannt.

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Lisa Hoff

20. März 2018 um 16:52

Hallo Helmut, deine Erfahrungen klingen doch schon einmal vielversprechend 😉 Aktuell kann man bei uns keine E-Lastenräder testen. Wir befinden uns hier noch in den Planungen.

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Melanie

23. Januar 2018 um 14:43

Ah ok faszinierend. Das habe ich irgendwie immer zusammengeworfen. Gut zu wissen, dass es einen Unterschied zwischen selbstfahrenden und tritt-unterstützenden Rädern gibt!
Hier tut sich generell schon wirklich viel. Früher waren ja gerade die Akkus noch riesengroß. Mittlerweile haben sie nur noch die Größe einer Fahrrad-Trinkflasche und es gibt es sogar Möglichkeiten, mit wenig Aufwand ein normales Fahrrad mit ein paar Zusatzteilen in ein E-Bike zu verwandeln. Und auch gerade, dass sich die Anbieter auf ältere Personen einstellen. Hier sehe ich einen wirklichen Nutzen, da man helfen kann, ältere Menschen länger mobil und fit zu halten.

Antworten

Jeanette Balden

19. Dezember 2017 um 16:16

Ich war früher immer, vorallem wegen den hohen Anschaffungskosten etwas skeptisch was E-Bike anging…
Anfang dieses Jahres hat jedoch mein Unternehmen in dem ich arbeite angeboten unseren Mitarbeitern Dienstfahrräder zu stellen. Ich habe dieses Angebot in Anspruch genommen, weil ich schon länger vorhatte nicht mehr so oft das Auto zu nehmen und ich mir auf diese Art ein E-Bike leisten konnte.
Mittlerweile ist es ca. ein Jahr her, dass ich aufs E-Bike umgestiegen bin und ich bin vollkommen zufrieden und kann den Hype total nachvollziehen! Ich kanns wirklich nur jedem empfehlen wenigstens auszuprobieren.
Viele Grüße

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Valentina

21. September 2017 um 10:05

Danke für diesen Interview-Beitrag.
Dem Punkt „Akku-Kauf“ stimme ich vollkommen zu. Die Reichweite ist dabei sehr wichtig, vor allem für längere Strecken.
Bei der Frage, wo man ein Pedelec kaufen sollte, bin ich jedoch zwiegespalten. Einerseits hat man im Fachhandel eine kompetente Beratung. Andererseits kann man sich diese durch Recherche auch selbst aneignen und sich online nach passenden Modellen umschauen.

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