Bau der E-Bus-Endwende in Hagen beginnt

Gemeinsamer Ortstermin in Hagen a.T.W. zum Baubeginn der E-Bus Endwende: (V.li.): Hagens Bürgermeister Peter Gausmann, Landrätin Anna Kebschull, sowie Dr. Stephan Rolfes, Vorsitzender der VOS-Gesellschafterversammlung und Mobilitätsvorstand der Stadtwerke Osnabrück.

50-Tonnen-Trafo für die erweiterte MetroBus-Linie M3

Die Gemeinde Hagen macht sich bereit für die elektrische MetroBus-Linie M3 von und nach Osnabrück. Am Vormittag wurde ein rund 50 Tonnen schweres Trafogebäude an der neuen Endwende „Hagen-Süd“ aufgestellt. Noch in diesem Jahr sollen hier die eingesetzten E-Gelenkbusse den benötigten Strom für den M3-Linienverkehr tanken.

„Nun geht es auch sichtbar los mit den Arbeiten zur Elektrifizierung des Busverkehrs von und nach Hagen“, erläuterte der Vorsitzende der VOS-Gesellschafterversammlung, Stadtwerke-Mobilitätsvorstand Dr. Stephan Rolfes, beim gemeinsamen Ortstermin mit Landrätin Anna Kebschull und Hagens Bürgermeister Peter Gausmann.

Über den aufgestellten Trafo wird künftig der Ladestrom für die E-Gelenkbusse der Stadtwerke zur Verfügung gestellt. „Getankt wird dann über einen Stromabnehmer auf dem Fahrzeug und eine stationäre Ladehaube“, so Dr. Rolfes weiter. Die Schnellladestation werde im Laufe des Sommers montiert. Ziel sei es, die M3 zwischen Hagen und Schinkel-Ost noch in diesem Jahr elektrisch zu bedienen.

M3 als Blaupause

Hagen ist somit die erste Gemeinde im Landkreis Osnabrück, die eine rein elektrisch bediente Buslinie erhält. „Das zeigt, dass ein moderner und emissionsfreier Nahverkehr nicht an der Stadt- beziehungsweise Gemeindegrenze endet“, betonte Landrätin Anna Kebschull. Mobilitätskonzepte müssten übergreifend gedacht und entwickelt werden.

„Wir arbeiten daher gemeinsam an Ideen, weitere schnelle MetroBus-Linien in den Landkreis weiterzuführen – verknüpft mit weiteren bedarfsgerechten Nahverkehrslösungen vor Ort.“

Die elektrische M3 könne hierfür als Blaupause dienen. „Dass wir Vorreiter sind, freut uns sehr und stärkt die Attraktivität unserer Gemeinde“, ist Bürgermeister Peter Gausmann überzeugt.

Weiterer Trafo in Sutthausen

Die Südkreisgemeinde wird im Wechsel mit Sutthausen alle 20 Minuten als Start- und Zielpunkt der M3 fungieren. „Am Sutthauser Bahnhof haben wir in der vergangenen Woche den benötigten Trafo aufgestellt“, erläuterte Dr. Stephan Rolfes. Die Vorarbeiten am anderen Ende der MetroBus-Linie, der E-Bus-Endwende in Schinkel-Ost, haben ebenfalls bereits begonnen. Ab Sommer sollen zudem die für den M3-Betrieb benötigten 12 E-Gelenkbusse vom Typ Citea SLFA-181 Electric ausgeliefert werden. „Es handelt sich dabei um die gleichen Fahrzeuge vom Hersteller VDL, die bereits auf der M1 in Osnabrück unterwegs sind.“

Neue E-Bus-Endwende geschaffen

Für die Elektrifizierung der M3 wird in Hagen eigens eine neue Endwende „Hagen-Süd“ in der Nähe des Dorfbrunnen geschaffen. Die bisherige Endwende „Hagen-Zentrum“ am Rathaus wird dafür in eine weitere Haltestelle umfunktioniert. „Wir sind dem Landkreis und der Gemeinde sehr dankbar für die Unterstützung, einen geeigneten Standort zum Aufladen der E-Busse zu finden“, betonte Dr. Stephan Rolfes. „Schließlich müssen hierfür verschiedene Rahmenbedingungen für die benötigte Infrastruktur gegeben sein.“ Auch hier könne die Zusammenarbeit als Blaupause für zukünftige Gespräche mit weiteren Umlandgemeinden dienen.

Hintergrund

Bis Ende 2021 wollen die Stadtwerke Osnabrück alle fünf MetroBus-Linien als Rückgrat des neuen Busliniennetzes komplett elektrisch bedienen. Mit den hierfür benötigten 62 Fahrzeugen werden die Stadtwerke über die größte E-Gelenkbusflotte Deutschlands verfügen. Der Systemwechsel von Diesel- auf Elektrobusse ist ebenso wie das Anfang des Jahres eingeführte neue Busliniennetz ein zentraler Baustein für einen attraktiven Nahverkehr in Stadt und Landkreis Osnabrück. Mehr Informationen zu den E-Bussen gibt es unter www.swo.de/e-bus sowie im Stadtwerke-Blog unter www.swo.de/blog.

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