Funktionsweise

Wie funktioniert's.

Optische Inspektion

Die optische Inspektion wird mit Hilfe einer TV-Inspektionskamera durchgeführt. Vor der eigentlichen Inspektion sollte die Abwassergrundleitung auf dem Grundstück mittels Hochdruck-Spülen gereinigt werden. Dann wird die Leitung mit der TV-Kamera abgefahren. Bei der Inspektion wird der bauliche Zustand der Leitungen mit allen gegebenenfalls vorhandenen sichtbaren Schäden festgestellt und dokumentiert. Die Bewertung des Kameraberichts lässt Rückschlüsse auf den baulichen Zustand und auf die Dichtheit der Leitungen zu. Wenn keine Undichtheiten erkennbar sind, ist der Dichtheitsnachweis erbracht. Reinigung und TV-Inspektion lassen sich vom Revisionsschacht oder von der Revisionsöffnung/-klappe im Haus durchführen.

Dokumentation:
Dichtheitsbescheinigung oder der Kamerabericht der optischen Inspektion sowie ein Lageplan mit Darstellung der geprüften Entwässerungsleitungen.

Wasserstandprüfung

Die Dichtheitsprüfung mit einfachem Betriebsdruck wird gemäß DIN 1986-30 durchgeführt. Das Entwässerungssystem wird am Übergabepunkt (Revisionsschacht) mit einer Abdichtblase abgesperrt und bis zum tiefsten Entwässerungsgegenstand (z. B. Bodenablauf, Rückstausicherung etc.) mit Wasser gefüllt. Der Wasserstand wird über einen vorgeschriebenen Zeitraum (15 Minuten) gehalten. Die Zugabemenge des Wassers muss gemessen und aufgezeichnet werden. Wenn die vorgeschriebene Wasserzugabemenge nicht überschritten wird gilt die Entwässerungsleitung als dicht. Die Zugabemenge berechnet sich aus den Parametern Verlauf, Länge, Material und Nennweite (benetzte Fläche) der geprüften Leitung. Die zulässige Wasserzugabe beträgt 0,2 l/m² benetzte Fläche. Der Prüfdruck liegt zwischen maximal 0,5 bar und minimal 0,1 bar (am tiefsten Punkt).

Dokumentation:
Dichtheitsbescheinigung, das EDV-Druckverlaufsprotokoll der Druckprüfung sowie ein Lageplan mit Darstellung der geprüften Entwässerungsleitungen.

Druckprüfung mit Luft oder Wasser

Die Prüfung mit Luft oder Wasser erfolgt nach DIN 1610 und DWA A-139 bzw. nach DWA Merkblatt M 143 Teil 1 und 6. Die hier zu beachtenden Anforderungen und Prüfparameter sind den angegebenen Regelwerken zu entnehmen. Bevor die Druckprüfung durchgeführt wird ist der zu prüfende Leitungsabschnitt entgegen der Prüfung mit Betriebsdruck komplett zu allen Seiten druckdicht abzusperren. Je nach Prüfverfahren wird ein bestimmter Druck aufgebaut, der über ein vorgegebene Zeitspann gehalten werden soll. Ein geringer Druckverlust wird toleriert um das Ergebnis „dicht“ bestätigen zu können.

Dokumentation:

Dichtheitsbescheinigung, das EDV-Druckverlaufsprotokoll der Druckprüfung sowie ein Lageplan mit Darstellung der geprüften Entwässerungsleitungen.

Jedes Verfahren ist in Technischen Regelwerken umfangreich beschrieben. Es sollte objektbezogen entschieden werden welches Prüfverfahren angewendet wird.

Sie haben weitere Fragen zur Funktionsweise? Sprechen Sie uns an.

Kontakt:
Ansgar Joachimmeyer
Haus- und Grundstücksentwässerung
Tel.: 0541 2002-1380
E-Mail: ansgar.joachimmeyer@stw-os.de