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22. Oktober 2007
Osnabrück hat was auf dem Kasten
Jugendkünstler verschönern im Auftrag der Stadt 100 Elektrokästen
Fußballkunst in Lilaweiß und geschmackvolle Grafik mit poppigen Bonbonbildern: Die Jugendkünstler sprühen vor Ideen, wie die zumeist farblosen Osnabrücker Elektrokästen bunter gestaltet werden können. Elf ausgewählte Künstler machen sich deshalb ab dieser Woche im Rahmen des Wettbewerbes der Stadt „Osnabrück hat was auf dem Kasten“ ans Werk. Ihr Wunsch ist es, die grauen Verteilerschränke am Straßenrand mit typischen Osnabrücker Szenen zu verzieren. So lassen die Zeichnungen bald nicht nur die Herzen der VfL-Fans höher schlagen. Auch das Wappen der Stadt, das Osnabrücker Rad, zieht dann die Blicke der Passanten auf sich. 100 Kästen sollen bis zum Jahresende in neuer Optik erstrahlen und zu bunten Hinguckern in der City werden.
Sie sind das Ergebnis eines bislang einzigartigen Wettbewerbes der Stadt. Im Sommer hatte die Osnabrück Marketing und Tourismus GmbH (OMT) gemeinsam mit den Jugendzentren WestWerk und Ostbunker junge Künstler aufgerufen, ihre Ideen kreativ ins Bild zu setzen. Die Stadtwerke Osnabrück AG und die Firma Störer|DSM unterstützen die Aktion und stellen die Flächen auf den schmucklosen Kästen zur Verfügung. „Das außergewöhnliche Projekt leistet nicht nur einen Beitrag zur Verschönerung der Innenstadt, es fördert zudem das kreative Engagement der Jugendlichen“, beschreibt OMT-Geschäftsführer Oliver Mix das Anliegen des Wettbewerbes.
Die eingereichten Entwürfe sollten sich mit typischen Osnabrücker Alltagssituationen beschäftigen. Das Themenspektrum reichte von Sport über Musik bis Schule. Überrascht waren die Organisatoren über die Kreativität der jungen Menschen und die vielen originellen Entwürfe: „Wir hatten es nicht darauf angelegt, einen Sieger zu finden. Trotzdem hatte es die Jury schwer, unter den abgegebenen Motiven die originellsten und schönsten auszuwählen. Herausgekommen ist eine bunte Mischung aus künstlerischen Beiträgen, die allesamt eine kreative Auseinandersetzung mit Osnabrück darstellen. Wir freuen uns, dass Osnabrück so viel auf dem Kasten hat“, betonen Thomas Beiermann vom WestWerk und Michael Schmidt vom Ostbunker.
Bei Wind und Wetter sind die Sprayer in den kommenden Wochen unterwegs, um mehr Farbe ins Stadtbild zu bringen. Rund 1000 Farbdosen kommen dabei zum Einsatz. Elf Straßenzüge, darunter die Lotter Straße, Pagenstecher Straße und Iburger Straße, werden dann zur Kunstmeile. Die Künstler haben sich viel Mühe gemacht, ihre Motive thematisch in das Straßenbild zu integrieren. So wird es an der Bohmter Straße Szenen vom Osnabrücker Jahrmarkt geben, während an der Parkstraße in der Nähe des dortigen Bolzplatzes König Fußball auf den Kästen regiert.
Neben unzähligen Farbdosen, Können und viel Phantasie bringen die Wettbewerbssieger zum Sprayereinsatz vor Ort ein offizielles Schreiben der Stadt mit. Ein Aufsteller auf den Kästen klärt die Passanten zudem über Sinn und Zweck der Aktion auf. Nach dem letzten Druck auf die Spraydose bekommt der Elektrokasten den offiziellen schwarz-weißen Aktions-Aufkleber der Stadt. „Wir sind sicher, dass die Osnabrücker von den Motiven genau so begeistert sind wie wir. Der enorme Einfallsreichtum der Jugendlichen wird sichtbar. Die künstlerisch gestalteten Elektrokästen sind in jeder Hinsicht ein Gewinn für die Stadt“, betont Marco Hörmeyer, Pressesprecher der Stadtwerke Osnabrück AG.
Für Rückfragen der Redaktion: OMT GmbH, Oliver Mix, 0541/323-2191





