03. März 2010

Planungen für Hase-Kraftwerk auf Eis

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Die drei Unternehmen Stadtwerke Osnabrück, MaXXcon sowie Ahlstrom legen ihre Planungen für den Bau eines hocheffizienten Heizkraftwerks vorerst auf Eis. Grund für diesen Schritt sind die massiv verschlechterten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Die drei Partner hatten frühzeitig im Mai des vergangenen Jahres über das Projekt „Hase-Kraftwerk“ auf dem Werksgelände der Papierfabrik Ahlstrom in Osnabrück informiert.

„Alle drei Unternehmen sind sich nach einer gemeinsamen Beurteilung der Rahmenbedingungen einig, dass das betriebswirtschaftliche Risiko für die Errichtung eines solchen Heizkraftwerks derzeit zu groß ist“, erläutert Manfred Hülsmann, Vorstandsvorsitzender der Stadtwerke Osnabrück. Das neue Kraftwerk sollte durch die Verwertung von sortierten heizwertreichen Bestandteilen von Haus- und Gewerbeabfällen, sogenannten Ersatzbrennstoffen, betrieben werden. Allerdings sind die derzeit erzielbaren Erlöse für die Verwertung der Ersatzbrennstoffe drastisch gesunken. „Das hat die Wirtschaftlichkeit des Projektes entscheidend negativ beeinflusst“, ergänzt MaXXcon-Geschäftsführer Dr.-Ing. Reinhard Wagner. Zudem sei es derzeit äußerst schwierig, gesicherte Prognosen hinsichtlich der Energiepreisentwicklung abzugeben.

Fortführung der Pläne weiterhin möglich
„Diese aktuelle Entwicklung bedeutet allerdings nicht, dass wir die Pläne endgültig ad acta legen“, betont Ahlstrom-Geschäftsführer Jürgen Oess. Alle drei Partner haben sich darauf verständigt, den Markt weiterhin genau zu beobachten und in regelmäßigem Austausch zu bleiben. „Ändern sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu unseren Gunsten, sind wir durch die fortgeschrittene Projektentwicklung in der Lage, unsere Überlegungen sofort wiederaufzunehmen“, erläutert Dr. Wagner. Das Konzept für den Bau der Anlage stehe schließlich.

Partner bedauern die Entwicklung
Die drei beteiligten Unternehmen bedauern insbesondere aus Umweltschutzgründen diese Entwicklung. Schließlich hatte das renommierte Wuppertal-Institut in einem Gutachten für die Stadt die Errichtung eines Heizkraftwerks für heizwertreiche Abfälle als eine der wichtigsten Maßnahmen für den Klimaschutz in Osnabrück vorgeschlagen. Die CO2-Ersparnis durch den Betrieb des Kraftwerkes hätte bei bis zu 60.000 Tonnen pro Jahr gelegen. Das „Hase-Kraftwerk“ hätte somit einen wesentlichen Beitrag zur CO2-Bilanz der Stadt Osnabrück geleistet. „Auch aus diesem Grund haben wir die Pläne immer griffbereit. Wenn sich die Möglichkeit für uns in Zukunft doch ergeben sollte, legen wir los“, so Hülsmann abschließend.